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09:24 24.09.2021
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Warum ist ein Industrie-Mainboard besser als ein Office-Mainboard?


Können Sie einen Industrie PC von einem Office PC unterscheiden? Wahrscheinlich ja. Typischerweise wird ein Industrie PC als ein Spezialgerät mit erhöhter Zuverlässigkeit zur Lösung verschiedener betrieblicher Aufgaben beschrieben. Dieser PC ist dafür ausgelegt, rund um die Uhr unter rauen Betriebsbedingungen bei hohen oder niedrigen Temperaturen zu funktionieren. Ein üblicher kommerzieller PC kann unter solchen Bedingungen einfach nicht funktionieren und wird schnell versagen.


Ein Beispiel für einen klassischen Industriecomputer iROBO-40615-37T2

Das Aussehen eines Industrie PCs weist darauf hin, dass der PC vor Stößen, Vibrationen, Staub, Feuchtigkeit und elektromagnetischen Störungen geschützt ist, jedoch ist es schwierig, etwas über den Funktionsinhalt zu sagen. Alle PCs scheinen im Inneren gleich zu sein. Es sind die gleichen Komponenten installiert: Mainboard, Prozessor, Arbeitsspeicher, Laufwerke usw. In der Tat gibt es Unterschiede, und sie sind extrem wichtig.


Zuvor haben wir die Möglichkeiten der industriellen Laufwerke und Speichermodule der taiwanesischen Firma Innodisk ausführlich beschrieben, und weiter werden wir erzählen, wie sich ein Industrie-Mainboard von einem kommerziellen Mainboard unterscheidet und warum für die Lösung betrieblicher Aufgaben es notwendig ist, einen Computer auf Basis von der industriellen Mainboard zu verwenden.

Warum ist ein Industrie PC für Ihr Unternehmen notwendig?

Das Mainboard in einem PC ist das wichtigste Bindeglied jedes Computersystems. Dank ihm können alle wichtigen Komponenten miteinander interagieren und so ein einheitliches System bilden, das wir schließlich Computer nennen. Warum lohnt es sich, im Unternehmen einen Industrie PC zu verwenden? Wir haben 5 Hauptgründe formuliert:

# 1 — Hochzuverlässige Komponentenbasis. Die Komponenten des Industrie PCs sind für den Gebrauch unter den härtesten Betriebsbedingungen entwickelt und getestet. Außerdem werden alle Funktionen unbedingt getestet, die speziell für die Implementierung und Bereitstellung des Software- und Hardwarekomplexes in einer Geschäftsumgebung oder in der Produktion entwickelt sind. Ein Industrie PC ist standardmäßig für den Betrieb 24 Stunden am Tag, 7 Tage die Woche ausgelegt.

# 2 — Hohe Nutzungsdauer. Wo ein kommerzieller PC überhitzt oder einfach nicht mehr funktioniert, kann ein Industrie PC diese Aufgabe problemlos bewältigen. Denn die zuverlässige Komponentenbasis eines Industrie PCs verfügt über einen erhöhten Betriebstemperaturbereich, der es oft ermöglicht, auf aktive Kühlung (Lüfter) zu verzichten und dementsprechend das Eindringen von Staub ins Gehäuse auszuschließen. Die Lebensdauer von Industrie PCs ist viel länger als bei vergleichbaren kommerziellen Modellen. Darüber hinaus werden in der Konstruktion von Industrie PCs hochwertige Materialien verwendet, die sich durch Verschleißfestigkeit und lange Betriebszeiten auszeichnen.

# 3 — Langfristige Unterstützung. Die in Industrie PCs verwendete Komponentenbasis wird im Durchschnitt von 15 Jahren nicht veraltet. Außerdem kann sie Verbindung von veralteten Geräten oder Arbeit von veralteten Software-Anwendungen unterstützen.

# 4 — Breiter Versorgungsbereich. Unterschiedliche Werte der Versorgungsspannung im Unternehmensnetzwerk können den Anschluss von Computern erschweren und die Anschaffungskosten für Netzteile erhöhen. Um dieses Problem zu lösen, verfügen viele Industrie PCs über einen erweiterten Eingangsspannungsbereich von 9 VD C bis 48 V DC und zusätzliche Stromschutzschaltungen.

#5 — Flexibilität der Konfiguration. Eine große Auswahl an I/O-Optionen, Schnittstellen und Peripheriegeräten ermöglicht es, auf Basis von einem Industrie PC eine Lösung für die unterschiedlichsten Anforderungen bereitzustellen.

Wie unterscheidet sich ein Industrie-Mainboard von einem Office-Mainboard?

Bis vor kurzem war der industrielle und kommerzielle Mainboard-Markt klar zwischen Herstellern aufgeteilt. Die größten Hersteller Asus, MSI und Gigabyte haben nur kommerzielle Mainboards produziert. Der Grund dafür ist, dass Industrie-Mainboards in kleinen Mengen von 100–1000 Stück produziert werden und einen minimalen Lebenszyklus von 5 bis 20 Jahren aufrechterhalten. Kommerzielle Mainboards werden dagegen in großen Chargen produziert und nach 1–2 Jahren aus der Produktion gezogen. Industrielle Hersteller haben auch die Möglichkeit, eine Serienmainboard individuell zu gestalten und dann in Kleinserien zu produzieren, was kommerzielle Hersteller nicht können.

In den letzten Jahren hat sich die Situation jedoch geändert. Kommerzielle Hersteller haben begonnen, Industrie-Mainboards unter ihrer eigenen Marke anzubieten: MSI IPC, ASRock Industrial, GIGAIPC und AAEON (Asus). Es ist noch nicht bekannt, wie dies sich auf die Eigenschaften von Mainboards auswirkt, aber man kann definitiv sagen, dass sich die Auswahl der Endbenutzer erweitert hat.


Visueller Vergleich eines kommerziellen ATX-Mainboards (links) mit einem industriellen AIMB-787 (rechts), das Intel Core-Prozessoren der 10. Generation unterstützt

Gibt es weitere Vorteile eines Industrie-Mainboards gegenüber einem Office-Mainboard? Sicher. Wie listen die Hauptvorteile von Industrie-Mainboards auf:

Hochwertige Komponentenbasis. Industrielle Mainboards sind darauf ausgelegt, in einer industriellen Umgebung rund um die Uhr zu funktionieren. Komponenten von Industrie-Mainboards haben bessere Spezifikationen als die von Office-Mainboards. Beispielsweise sind Kondensatoren der Industrie-Mainboards für einen breiteren Betriebstemperaturbereich ausgelegt und haben eine längere Lebensdauer als Kondensatoren der kommerziellen Mainboards.

Lange Lebensdauer und Unterstützung. Die Mindestlebensdauer eines Industrie-Mainboards beträgt im Durchschnitt 5 Jahre. Die Servicewartung und die Verfügbarkeit zum Kauf von solcher Mainboards beträgt durchschnittlich 15 Jahre, im Gegensatz zu kommerziellen Mainboards, die innerhalb von 1–2 Jahren veraltet werden.

Anpassung der Schnittstellen nach Bedarf. Die Hersteller von Industrie-Mainboards haben die Möglichkeit, Mainboards auf Basis des Standardmodells auch bei kleinen Stückzahlen zu individualisieren/zu entwickeln. Darüber hinaus können die Hersteller dem Kunden ein einziges Muster zum Testen zur Verfügung stellen, was die kommerziellen Hersteller nicht anbieten können.

Unterstützung für veraltete Schnittstellen. Aufgrund der langen Produktionszeit und der Vielfalt an Konfigurationen unterstützen Industrie-Mainboards immer noch veraltete Schnittstellen wie LPT (Parallele Schnittstelle) oder ISA-Steckplatz.

Unterstützung für veraltete Software. Wenn Sie auf Basis eines Industrie-Mainboards eine Soft- und Hardwarelösung für eine bestimmte Aufgabe erstellen, dann müssen Sie sich keine Sorgen machen, dass Sie in einigen Jahren die Software neu erstellen müssen, weil das Mainboard aus der Produktion gezogen oder nicht bestellbar ist.

Einzigartige Ausführungsart und Formfaktoren. Industrie-Mainboards werden in speziellen Formfaktoren hergestellt, die im Geschäftsfeld möglicherweise nicht zu finden sind. Beispielsweise werden PCs mit einer großen Anzahl von Erweiterungssteckplätzen auf Basis von PICMG 1.3 Formfaktor-Mainboards hergestellt. Es gibt auch ganz einzigartige Formfaktoren, zum Beispiel PCISA. Die PCISA-Prozessorkarten verfügen über zwei PCI-und ISA-Busse. Solche Karten werden nur von der taiwanesischen Firma iEi hergestellt.


Die PICMG 1.3 Prozessorkarte ist in die passive Erweiterungskarte eingebaut

Anwendung von kommerziellen Chipsätzen. Die meisten Industrie-Mainboards basieren auf Chipsätzen der Intel Q-Serie, da sie speziell für den Unternehmensmarkt entwickelt sind. Intel-Chipsätze der Q-Serie kombinieren die notwendige Funktionalität mit Unterstützung für erweiterte Sicherheits- und Administrationstools. Mainboards auf Basis von AMD-Chipsätzen sind weniger verbreitet. Ein separates Marktsegment wird auch von Mainboards besetzt, die auf ARM-ähnlichen Prozessoren basieren. Solche Mainboards sind entworfen, um spezielle Aufgaben zu lösen.


Ein Beispiel für Industrie-Mainboards mit unterschiedlichen Formfaktoren

Fazit

Basierend auf den oben genannten Unterschieden zwischen einem Industrie-Mainboards und einem kommerziellen Mainboards wird es klar, dass ein üblicher kommerzieller PC betriebliche Aufgaben unter rauen Betriebsbedingungen nicht lösen kann. Während ein PC auf Basis eines Industrie-Mainboards jahrzehntelang im 24/7-Modus arbeiten kann, auch bei Minustemperaturen. Ein Industrie-Mainboard wird nicht in einem Jahr aus dem Verkauf gezogen, und wenn es notwendig ist, die Funktionalität anzupassen oder zu erweitern und veraltete Schnittstellen zu unterstützen, kann der Hersteller ein solches Mainboard auch in kleinen Stückzahlen produzieren.

Im IPC2U Katalog können Sie immer ein Industrie-Mainboard oder einen fertigen Industrie PC für jede Aufgabe auswählen.


Für weiterführende Informationen oder Bestellungen wenden Sie sich am besten an unser Sales Team via e-Mail: sales@ipc2u.de oder kontaktieren Sie uns direkt per Telefon: +49 (0)511 807 259 0

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