ICOP Technology hat den iBPC N8MP vorgestellt, einen kompakten lüfterlosen Industriecomputer für die lokale Verarbeitung von KI Anwendungen. Die Markteinführung ist für das dritte Quartal 2026 vorgesehen. Grundlage ist der NXP i.MX8M Plus mit vier Arm Cortex A53 Kernen bei 1,6 GHz. Eine integrierte Neural Processing Unit mit 2,3 TOP/s übernimmt Rechenoperationen für Machine Learning direkt im System. Damit eignet sich der iBPC N8MP für Anwendungen, bei denen Daten unmittelbar am Einsatzort ausgewertet werden sollen und nur wenig Einbauraum zur Verfügung steht.
Überblick
Der iBPC N8MP verbindet die Rechenplattform des NXP i.MX8M Plus mit industriellen Schnittstellen und einem kompakten, lüfterlosen Gehäuse. Zwei Gigabit Ethernet Anschlüsse, zwei CAN Schnittstellen, serielle Kommunikation und GPIO ermöglichen die Anbindung von Sensoren, Steuergeräten und weiteren Feldgeräten. ICOP nennt insbesondere intelligente Verkehrssysteme und medizinische Anwendungen als Einsatzbereiche. Die wichtigsten technischen Daten sind in der folgenden Tabelle zusammengefasst.
| Kategorie | Spezifikation |
|---|---|
| Prozessor | NXP i.MX8M Plus, 4 × Arm Cortex A53, 1,6 GHz |
| Verarbeitung für KI | Integrierte NPU, 2,3 TOP/s |
| Arbeitsspeicher | Bis zu 8 GB LPDDR4 |
| Speicher | eMMC bis 128 GB, Micro SD; interner Mini PCIe Steckplatz, optional M.2 M Key 2242 |
| Netzwerk | 2 × Gigabit Ethernet, 2 × CAN |
| Anzeige | HDMI bis 4K; optional Dual Channel 24 Bit LVDS |
| Betriebstemperatur | −20 °C bis +70 °C als Option |
| Abmessungen | 152 × 104 × 54 mm |
| Betriebssysteme | Yocto Linux, Android |
ICOP iBPC N8MP
Im iBPC N8MP arbeitet der NXP i.MX8M Plus mit vier Arm Cortex A53 Prozessorkernen bei 1,6 GHz. Für Machine Learning steht eine integrierte NPU mit 2,3 TOP/s zur Verfügung. Sie verarbeitet dafür vorgesehene Rechenoperationen unabhängig von den allgemeinen Aufgaben der CPU und schafft damit eine Hardwarebasis für lokale inference. Der Arbeitsspeicher kann mit bis zu 8 GB LPDDR4 ausgeführt werden.
Für Daten und Anwendungen stehen eMMC Speicher mit bis zu 128 GB sowie Micro SD zur Verfügung. Ein interner Mini PCIe Steckplatz und optional ein M.2 M Key 2242 Steckplatz bieten zusätzliche Erweiterungsmöglichkeiten. Die Bildausgabe erfolgt über HDMI mit einer Auflösung bis 4K; optional steht eine Dual Channel 24 Bit LVDS Schnittstelle für die Anbindung von Displays zur Verfügung.
Die Schnittstellenausstattung ist auf die Datenerfassung und Kommunikation mit industriellen Geräten ausgelegt. Zwei Gigabit Ethernet Anschlüsse und zwei CAN Schnittstellen werden durch bis zu vier COM Schnittstellen ergänzt, die teilweise gemeinsam mit CAN genutzt werden. Hinzu kommen 13 Bit GPIO, zwei USB 3.0 und zwei USB 2.0 Anschlüsse sowie Audio, WLAN und Bluetooth.
Das lüfterlose Gehäuse misst 152 × 104 × 54 mm. Für Anwendungen mit höheren Anforderungen an die Umgebungstemperatur ist eine Ausführung für −20 °C bis +70 °C vorgesehen. Optional kann ein TPM integriert werden. Für die Softwareentwicklung stellt ICOP geprüfte Evaluierungsabbilder für Yocto Linux und Android sowie technische Dokumentation bereit.
Schnittstellen auf einen Blick
| Schnittstellengruppe | Details |
|---|---|
| Ethernet | 2 × Gigabit Ethernet |
| Feldbus und seriell | 2 × CAN; bis zu 4 × COM, teilweise gemeinsam mit CAN; 13 Bit GPIO |
| USB | 2 × USB 3.0, 2 × USB 2.0 |
| Anzeige | HDMI bis 4K; optional Dual Channel 24 Bit LVDS |
| Funk und Audio | WLAN, Bluetooth, Audio |
| Sicherheit | TPM optional |
Einsatzbereiche
Intelligente Verkehrssysteme
Die integrierte NPU mit 2,3 TOP/s kann inference für die lokale Videoauswertung übernehmen, beispielsweise für Kennzeichenerkennung oder die Überwachung von Verkehrsknotenpunkten. Über die beiden CAN Schnittstellen lässt sich der Industriecomputer gleichzeitig mit Fahrzeugtechnik oder Komponenten der Verkehrsinfrastruktur verbinden.
Gesundheitswesen und Medizintechnik
Die kompakten Abmessungen und die beiden Gigabit Ethernet Anschlüsse unterstützen Anwendungen mit begrenztem Einbauraum und kontinuierlicher Datenübertragung. ICOP nennt unter anderem medizinische Terminals, KI unterstützte Diagnostik und die Erfassung von Patientendaten als mögliche Einsatzfelder.
Betrieb unter anspruchsvollen Umgebungsbedingungen
Das lüfterlose Gehäuse reduziert den Wartungsaufwand, da für die Kühlung kein Lüfter erforderlich ist. Optional steht ein Betriebstemperaturbereich von −20 °C bis +70 °C zur Verfügung. Damit kann der iBPC N8MP auch in industriellen Installationen eingesetzt werden, in denen die Umgebungstemperatur über den für klassische IT Systeme üblichen Bereich hinausgeht.
Sicherheit und Software für die Inbetriebnahme
Ein optionales TPM stellt hardwaregestützte Sicherheitsfunktionen bereit. Für Yocto Linux und Android stellt ICOP geprüfte Evaluierungsabbilder und technische Dokumentation zur Verfügung. Entwickler können die Softwareumgebung damit bereits während der Evaluierung auf die spätere Anwendung abstimmen.
Vorgestelltes Produkt
- ICOP iBPC N8MP – Kompakter lüfterloser Industriecomputer mit NXP i.MX8M Plus, vier Arm Cortex A53 Kernen bei 1,6 GHz, integrierter NPU mit 2,3 TOP/s, bis zu 8 GB LPDDR4, 2 × Gigabit Ethernet und 2 × CAN. Abmessungen: 152 × 104 × 54 mm. Markteinführung: Q3 2026.